Rezension | Die Nacht der fallenden Sterne von Jennifer Alice Jager

Mein letztes Buch von Jennifer Alice Jager – Prinzessin Fantaghiro – hatte mich richtig begeistert und als ich vor einer ganzen Weile das Cover zu – Die Nacht der fallenden Sterne – entdeckte, wusste ich, dieses Buch will ich unbedingt lesen. Gesagt getan, in meinem Urlaub war es soweit. Das erste Mal kaufte ich ein Buch ohne den Klappentext zu kennen. Innerhalb eines Tages rauschte die Geschichte um Luna und Hayes an mir vorbei und ich stellte mal wieder fest, ich bin und bleibe doch ein Klappentextleser.

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Autor|in: Jennifer Alice Jager
Verlag: Impress Verlag
ISBN: 978-3-551-30122-2
Preis: 3,99 Euro (eBook)
ca. 284 Seiten

Verlag|Thalia|Amazon

Um was geht’s?

Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige… Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden – den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen.

Wie fand ich es?

Ehrlich gesagt hatte ich eine Märchenadaption zu Sterntaler erwartet, aber damit kann man die Geschichte wirklich nicht vergleichen. Abgesehen vom Bezug zu den Sternen. Es handelt sich um eine völlig autarke Story, was ja nicht schlecht ist. Aber mich hat das ein wenig enttäuscht, weil ich das Märchen von Sterntaler sehr mag und ich einfach auf mehr Parallelen gehofft hatte.

Dennoch war die Geschichte von Luna Ligthgrow nicht schlecht. Eine Prinzessin, die trotz ihres üblen Vaters und dem Leben in einem goldenen Käfig, nie ihr Herz verloren hat. Mitgefühl kann man nicht lernen, wie ich persönlich finde. Entweder man hat es oder eben nicht. Luna hat es definitiv und trotz anfänglicher Schwierigkeiten stehen die Menschen hinter ihr und sie beginnt für ihr Recht zu kämpfen. Ich habe sie von Beginn an für stark gehalten. Ihr Gegenpart, Hayes, erkannte das ebenfalls und fing direkt an, sie in die richtige Richtung zu stoßen, was Luna am Anfang gar nicht gefiel.

Lunas Entwicklung ist beeindruckend und durchaus spannend zu verfolgen. Heyes hingegen war für mich eine gequälte Seele. Er tat mir die meiste Zeit über einfach leid, obwohl er innerhalb der Geschichte schlimme Dinge tat. Aber sein ganzes Leben, seine Kindheit, und sein fieser Onkel, haben aus ihm einen Menschen gemacht, der bereit ist alles zu opfern, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Mich überkam dabei immer wieder der Gedanke, wie unausweichlich das Böse in uns ist, wenn wir von klein auf nichts anderes gezeigt bekommen.

„Es war nicht okay. Auch wenn er das behauptet hatte. Egal, wie stark jemand sein kann, jeder zerbricht, wenn er zu viel zu tragen hat. Und die wenigsten merken, wie sich die Risse langsam durch eigene Seele ziehen, bis man nur noch aus Scherben besteht.“

Die Nacht der fallenden Sterne, Pos 1951.

Kurz dachte ich sogar, die Geschichte würde ein wirklich grausames Ende nehmen, aber dem war zum Glück nicht so. Auch wenn ich etwas völlig anderes erwartet hatte, konnte mich die Geschichte fesseln. Die Sache mit Mond und Sonne war für mich allerdings eine Spur zu abstrakt. Es hat nicht so richtig hinein gepasst und wirkte auf mich irgendwie dazwischen gequetscht, besonders zum Ende hin. Der Schreibstil der Autorin las sich wunderbar und trotz einer kleinen Enttäuschung meinerseits, werde ich mit Sicherheit noch weitere Bücher von ihr kaufen.

Fazit?

Leider hatte ich etwas anderes von der Geschichte erwartet. Ich dachte, dass es dem Märchen Sterntaler ähnlicher wäre, aber dem war leider nicht so. Trotzdem ist es eine spannende Geschichte über Verrat, Freundschaft und Liebe. Insgesamt habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt, obwohl es mir an einem Punkt zu abstrakt wurde. Aber der Schreibstil von Jennifer Alice Jager war, wie gewohnt, sehr angenehm und ich freue mich auf neue Bücher von ihr.

Signum


2 Gedanken zu “Rezension | Die Nacht der fallenden Sterne von Jennifer Alice Jager

  1. Liebste Ella,

    Auch wenn du etwas anderes erwartet hast findebuch dennoch das es wie eine wirklich sehr schöne Geschichte klingt. Vielleicht wenn man das ganze ohne Erwartungen liest (ja geht selten) aber wenn ich es jemals lesen sollte dann weiß ich was und werde es dann vielleixjt lieben !

    Dable dafür!

    Alles Liebe, Nessi <3

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nessi,

      die Geschichte ist auf jeden Fall gelungen und hätte ich den Klappentext vorher gelesen, wäre mir sicher aufgefallen, dass die Story nur wenig mit Sternentaler gemeinsam hat. :-) Aber wie gesagt, Jennifer schreibt wirklich gut und es wird nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein.

      Liebste Grüße
      Ella <3

      Gefällt mir

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