Schreibst du überhaupt noch?

Eine Frage, die mir jetzt mein Freund vor kurzem stellte, als er mich mal wieder dabei erwischte, wie ich stundenlang durch Facebook scrollte und auf anderen Blogs stöberte.

Schreibe ich denn noch? Was für eine Frage, wo ich doch dreimal die Woche einen Beitrag auf meinem Blog veröffentliche. Aber das war natürlich nicht der Kern seiner Fragerei. Der bezog sich ganz klar auf mein Manuskript, was irgendwann mal ein Buch werden will.

Schreibe ich denn noch? Die Antwort darauf lautet ganz klar – JA! Natürlich schreibe ich noch. Aber ich muss zugeben, dass ich das in den letzten Wochen sträflich vernachlässigt habe. Schreibkiller Nummer eins war die Zeit. Und ja, jeder Schreiberling wird jetzt gleich genervt den Kopf schütteln und sich denken: Na dann nimm dir doch die Zeit, wenn es dir wichtig ist.

Ja, ihr habt recht!

Aber mir sind auch noch andere Dinge sehr wichtig. Lesen, Bloggen und Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie verbringen, zum Beispiel. Ich möchte nichts davon missen. Alles soll irgendwie Platz in meinem Leben finden, aber wie soll das ohne Kompromisse gehen? Vollzeit arbeiten, Haushalt, Beziehung, Familie und dann noch so ein umfangreiches Hobby. Manchmal schüttele ich bewundernd den Kopf, wenn ich sehe, dass manche all das offenbar gleichzeitig schaffen.

Aber ist dem wirklich so?

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Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben #4

All die sonstigen Probleme, denen wir begegnet sind …

Der Juni hat leider nur vier Samstage. Und, da ich mir vorgenommen hatte bloß an diesen Tagen Beiträge zu veröffentlichen, u. a. auch wegen der Zeit, (von der man bedauerlicherweise nie genug hat) ist heute schon der letzte Tag angebrochen. Ein Grund mehr Euch mit unseren über gebliebenen Gedanken vollzustopfen.

Bereit?
Na, dann mal los!

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Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben #3

Von faulen Manuskripten und verlorenen Texten…

Ein ganzes langes Jahr arbeiten mein Manuskript und ich nun schon zusammen. Na ja, oder ich arbeite, während es faul auf meinem Rechner rumhängt. Echt mal, alles muss man alleine machen. Pff!

Und nach einem arbeitsreichen Tag bekommt man nicht mal ein Dankeschön für weitere 1.000 Wörter. Undankbares Ding!

Bild: Instagram – Ella Woodwater

Aber nichtsdestotrotz liebe ich es, denn in diesen geschriebenen Wörtern steckt mein ganzes Herz. Und das fängt bitterlich an zu weinen, wenn ich die ein oder andere Szene doch mal löschen muss, weil sie einfach nicht passt oder nicht nötig ist. Vor kurzem musste ich sogar einen ganzen Charakter eliminieren, weil ihn alle Testleser, als unnötig empfanden. Unnötig … wie das klingt?! *schnief* Aber dazu später mehr.

Heute geht es mir um die gelöschten Passagen und wie man in seinen ganzen Manuskript-Versionen durchsieht. Weiterlesen

Wunschgeflüster – Kurzgeschichte

Der böige Wind wehte ihr immer wieder die blonden Strähnen ins Gesicht, doch das interessierte das kleine Mädchen kein bisschen. Denn sie war auf Schatzsuche.

„Am Strand findet man die größten Schätze“, hatte ihr Papa gesagt. Und genau die wollte sie finden. Muschel um Muschel, Stein um Stein wanderte in ihre Hosentaschen, bis sie ganz schwer wurden.

Sie quiekte vergnügt, als eine kalte Welle ihre Zehen kitzelte. Hastig sprang sie aus dem Wasser und rannte weiter, auf der Suche nach etwas Kostbarem. Und da sah sie es. Ein Funkeln im Wasser. Zwei tapsige Schritte und sie war da. Weiterlesen

Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben #2

Manchmal muss ich einfach flüchten…

Mit Beginn meines Schreiberling-Daseins war mir, glaube ich, noch nicht klar, auf was ich mich da einließ. Ich wollte schreiben, Geschichten mit der Welt teilen und ja, eventuell auch ein Stückchen von dem großen Kuchen der Buchwelt kosten.

Jetzt, ein Jahr später, sieht die Welt schon ganz anders aus. Ich bin realistischer geworden, habe gelernt Prioritäten zu setzen. Auch wenn das hieß, Dinge loszulassen oder gar einzuschränken.

Schreiben ist ein sehr umfassendes Hobby, sehr zeitintensiv und es bedarf einer Menge Aufmerksamkeit. Das sollte jedem bewusst sein, der sich damit ernsthaft beschäftigen möchte. Ich gebe zu, anfangs habe ich darüber nicht nachgedacht. Ich dachte, ach, wen interessiert mein ganzes Gekritzel denn schon? Weiterlesen