Schicksalsbringer von Stefanie Hasse

Heute fällt bei mir der #WritingFriday aus, zugunsten einer Rezension. Diese gute Stück steht seit Oktober 2017 in meinem Regal. Ich gewann es letztes Jahr bei der lieben Ava von Ava Reads, zusammen mit fünf weiteren Büchern. Eine Box voller Bücher, über die ich mich wirklich riesig gefreut habe. Wenn ihr Wissen wollt, welche Bücher sonst noch in der Box waren, gelangt ihr hier zum Beitrag.

Schicksalsbringer war in dieser Zeit auch gerade in aller Munde. Ich sah es fast überall auf Facebook, Instagram und Co., egal wo ich gerade stöberte. Viel Werbung heißt ja aber nicht immer, dass es auch ein gutes Buch ist. Dennoch war ich neugierig und froh über die Möglichkeit, es jetzt selbst lesen zu können.

Schicksalsbringer // Stefanie Hasse

Autorin: Stefanie Hasse
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3-7855-8569-6
ca. 411 Seiten
Preis: 16,95 €

Um was geht´s?

Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf.

Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen …

Und wie fand ich es?

Macht euch gefasst auf ein Buch voller Klischees und Augenroll-Momente. Selbst ich, die gern mal eines dieser Klischee-Bücher liest, konnte nicht anders. Es gab immer wieder Situationen, die einfach abgedroschen wirkten. Naives Mädchen trifft Bad Boy. Eigentlich findet sie ihn ja total doof, doch dann verliebt sie sich doch. Damit kann ich ja leben, aber mit den Entscheidungen, die die Protagonistin teilweise getroffen hat, nicht.

Ungefähr bei einem Viertel des Buches habe ich sogar kurzzeitig darüber nachgedacht es abzusprechen, weil ich mit Kiera einfach nicht warm wurde. So viel Naivität auf einem Haufen war mir schon lange nicht mehr begegnet. Das mag jetzt hart klingen, aber so habe ich es einfach empfunden.

Warum ich es trotzdem beendet habe?

Zum einen wegen der Idee hinter der Geschichte. Das Schicksal mit einer Münze beeinflussen? Wie cool ist das denn bitte. Außerdem finde ich Bücher über die griechischen Mythologie immer recht spannend. Ich mag es, wenn das Alte mit dem Neuen verbunden wird. In diesem Punkt würde ich es sogar wagen, dass Buch von Stefanie Hasse mit den Werken von Marah Woolf zu vergleichen.

In Götterfunke geht es auch um die griechischen Götter und ein Mädchen, mit besonderen Fähigkeiten. Der Klischeefaktor ist auch ungefähr gleich. Falls jemand von euch Schicksalsbringer gelesen und gemocht hat, dem kann ich die Bücher von Marah Woolf wärmstens empfehlen.

Ich ließ mich also darauf ein und wurde nicht enttäuscht. Mag sein, das Kiera und ich arge Startschwierigkeiten hatten. Zum Schluss kamen wir aber ganz gut miteinander klar. Beste Freundinnen würde ich uns jetzt nicht betiteln, aber die gegenseitige Akzeptanz ist vorhanden. Was mich jedoch viel mehr überzeugt hat, war die Entwicklung der Geschichte an sich.

„Wer will schon eine Prinzessin sein, wenn er Rockstar sein kann?“, versuchte ich die Stimmung zu lockern und grinste Cody breit an.

Schicksalsbringer, S. 22.

Obwohl ich schon eine Ahnung hatte, wer der Böse in der Story ist, und ich auch damit Recht behielt, wurde ich zum Schluss trotzdem überrascht. Ich habe das Buch geschlossen, mit dem Gedanken: „Okay, damit hattest du jetzt nicht gerechnet.“ Es blieb ein gutes Gefühl zurück und der Wunsch zu wissen, wie es mit Kiera, Phoenix und Hayden weitergehen wird.

Wie gesagt, bis zum ersten Viertel hätte ich nie geglaubt, dass mich dieses Buch überhaupt noch packen könnte, aber das hat es tatsächlich geschafft. Natürlich bleibt es noch immer ein absolutes Augenroll-Moment-Buch und wer so etwas nicht mag, dem kann ich dieses Werk wirklich nicht empfehlen. Ich für meinen Teil habe allerdings beschlossen, Band zwei zu lesen. Das Buch erscheint am 12. März 2018 im Loewe Verlag.

Fazit?

Ein Buch mit einer coolen Idee, in der die Götter der griechischen Mythologie, eine zentrale Rolle spielen. Einen Dämpfer erhielt die Geschichte jedoch durch die stark Klischee überladene Liebesgeschichte und eine, für mein Empfinden, sehr naive Protagonistin. Deren Entwicklung ich aber als positiv wahrnahm. Außerdem konnte mich das Ende des Buches wirklich überraschen, sodass ich trotz arger Zweifel zu Beginn, Band zwei lesen möchte.

Was sagen andere zum Buch?

„Das lange Warten auf das Buch von Stefanie hat sich wirklich gelohnt. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen und habe mit Kiera und ihren Freunden mitgefiebert. Die Spannungskurve des Buches hat mich auch überzeugen können. Es ging weder zu flott noch hat es sich endlich hingezogen bis mal etwas passiert ist.“, Jennifer von The Beauty and the Book.

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„Ein wirklich tolles Buch mit einem langsamen Einstieg und – für mich – vorhersehbaren Plot Twists. Trotzdem kann ich euch das Buch absolut empfehlen, wenn ihr mal wieder einen schönen YA Fantasy Roman lesen wollt!“, Denise von Bücherwunderlands Blog.

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„Obwohl mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, würde ich das Buch dennoch denjenigen empfehlen, die sich weder an Klischees stören, noch an Charakteren, von denen man schon zu Genüge in anderen Jugendbüchern gelesen hat und die einmal Lust haben auf eine andere Art von Geschichte, denn die Idee war tatsächlich originell, nur der Rest irgendwie nicht.“, Ivy von ivy.booknerd.

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6 Gedanken zu “Schicksalsbringer von Stefanie Hasse

  1. buecherwunderlandsblog schreibt:

    Hallo :-),

    tolle Rezension <3. Ich kann dir wirklich nur zustimmen, die Augenroll-Momente waren definitiv da! Und trotzdem hat es einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.
    Nachdem jetzt so ziemlich alle Klischees "abgearbeitet" worden sind, hoffe ich, das es in Band 2 anders ist :-)

    Viele Grüße
    Denise

    Gefällt 1 Person

  2. ivy.booknerd schreibt:

    Liebe Ella,

    eine sehr schöne Rezension. Ich kann dir in allen Punkten absolut zustimmen. Es ist so unfassbar schade um das Buch. Die Idee dahinter ist einfach so cool und originell, leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach total in die Hose gegangen, hauptsächlich eben wegen all dieser Klischees und Augenrollmomente. Sehr schade drum!

    Danke fürs Verlinken :-)

    Liebste Grüße
    Ivy

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ivy,

      immer gern, in deiner Rezension habe ich mich auch am meisten wiedergefunden. ;-)

      Ich bin dennoch gespannt auf Band zwei. Vielleicht wird er, was die Augenroll-Momente angeht, ja um einiges besser, als der Erste. Ich lasse mich überraschen. :-)

      Liebe Grüße
      Ella <3

      Gefällt 1 Person

  3. Guten Morgen :)

    Ich habe mir mal fix dein Fazit durchgelesen, da sich das Buch erst seit Weihnachten und durch unsere Wichtelaktion in meinerm Regal befindet. Ich bin echt gespannt drauf. Mal sehen, ob ich das genauso sehe wie du ;)

    Liebste Grüße,
    Wiebi

    Gefällt 1 Person

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