Rezension | Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl

**Achtung – Band 2 – Kann Spoiler zu Band 1 enthalten**

Das nenne ich eine Wochenend-Lektüre. Samstagmorgen begonnen und Sonntagabend beendet. Band 1 – Berühre mich. Nicht. – hatte ich bereits kurz nach der Veröffentlichung gelesen. Es war wirklich richtig gut und das Ende hat mich schier wahnsinnig gemacht. Anschließend tauchten jedoch viele kritische Meinungen zu Band 2 auf und meine Lust auf das Buch versiegte.

In mir entstand die Angst, das es mir ebenfalls nicht gefallen könnte. Ich wollte meinen Eindruck von Band 1 nicht zerstören. Also zögerte ich, und zögerte, und zögerte. Letztendlich stand es jetzt ein halbes Jahr im Regal. Davon wird ein Buch aber nicht besser oder schlechter, je nachdem. Außerdem wollte ich endlich wissen, wie die Geschichte von Sage und Luca weiter geht. Gesagt getan und wie ich es letztendlich fand, erfahrt ihr jetzt …

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Autor|in: Laura Kneidl
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-7363-0549-6
Preis: 12,90 €
ca. 470 Seiten

Verlag|Thalia|Amazon

Um was geht´s?

Sie fürchtet sich vor der Liebe. Doch noch mehr fürchtet sie, ihn zu verlieren … Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage‘ dunkle Vergangenheit sie eingeholt – und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

Wie fand ich es?

Die Fortsetzung schließt nahtlos an Band 1 an, weshalb ich empfehle, die Bücher direkt nacheinander zu lesen. (Also nicht, wie ich, ein halbes Jahr warten.) Bereits nach wenigen Seiten erinnerte ich mich daran, wie sehr mir Sage, April, Megan und Luca ans Herz gewachsen waren. Sie sind wirklich gut beschriebene Charaktere, die einem das Gefühl geben, sie tatsächlich persönlich zu kennen. Jeder weißt seine eigenen kleinen Macken auf. Da ist Megan mit ihrer Kunst und ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung. Oder April, die stets gut gelaunt mit neuen modischen Outfits um die Ecke weht. Alles in allem, habe ich mich in der Clique gut aufgehoben gefühlt.

Aber es gab schlussendlich auch einen Punkt, der mir persönlich nicht zugesagt hat. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, um Spoiler zu vermeiden. Aber ich kann so viel sagen: Mir wurde übertrieben „schön geschrieben“. Ja, das trifft es am besten. Natürlich empfindet das jeder anders und vielleicht würden einige laut rufen: „Dem ist nicht so.“ und dieser Beschreibung sogar zustimmen. Aber ich persönlich habe an diesem Punkt ein wenig die Realität vermisst.

Ja, ich weiß, es ist ein Buch und demnach muss es nicht realistisch sein. Aber es hätte einfach viel besser zur Geschichte und meinem Eindruck von Band 1 gepasst, wenn hier nicht alles flauschig rosa, oder besser gesagt, sorgenlos himmelblau dargestellt worden wäre. Vielleicht sollte dadurch das Trauma von Sage aufgewogen werden, was an sich ja nicht schlecht ist. Aber für mein Empfinden hätte es nicht so übertrieben perfektioniert werden müssen, denn so ist es im Leben nun mal nicht.

Insgesamt habe ich mich jedoch wirklich gut unterhalten gefühlt. Die Anspielungen auf Aaron und Cammeron als Paar haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und auch das Ende hinterließ ein zufriedenes Gefühl bei mir. Sage und Luca sind für mich ein tolles Paar. Ich mochte ihre Geschichte und bin froh, doch noch zu Band 2 gegriffen zu haben, auch wenn es hier und da, für mich nicht ganz rund erschien.

Fazit?

Band 2 war ein nahtloser Übergang von Band 1. Ich traf auf all die tollen Charaktere wieder und habe mich direkt wohl gefühlt, wieder mit der Clique unterwegs zu sein. Luca und Sage durchleben einige Höhen und Tiefen, wobei mir hier und da etwas die Realität verloren gegangen ist. Auch wenn ich weiß, das ein Buch nicht realistisch sein muss, hätte es für mich einfach besser zur Geschichte gepasst, wenn nicht alles perfektioniert worden wäre. Nichtsdestotrotz bin ich froh Band 2 nicht zur ewigen, ungelesenen Verdammnis beordert zu haben und freue mich auf weitere tolle Bücher von Laura Kneidl.

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3 Gedanken zu “Rezension | Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl

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