Rezension | Das Blatt des dunklen Herzens von Karolyn Ciseau*

**Achtung – Dieser Beitrag kann Spuren von Werbung enthalten – Rezensionsexemplar**

Es ist noch gar nicht solange her, da hat mich die liebe Karolyn zu ihrer Leserunde auf Lovelybooks eingeladen. Damals ging es um ihr Buch: Ein Herz aus Eis und Schnee. Sowohl Cover und Klappentext hatten meine Neugierde entfacht. Ich las und verliebte mich in Karolyns Schreib- und Erzählstil. Vor zwei Wochen erreichte mich dann Überraschungspost. Voller Freude stellte ich fest, dass ich auch für Karolyns neuestes Werk als Leserin ausgewählt wurde. Vielen lieben Dank noch einmal an dieser Stelle.

In dem Brief waren, neben der Postkarte, vier Spielkarten enthalten. War ich bereit für das Spiel der Farben? Ich hatte keine Ahnung, aber ich wollte es unbedingt herausfinden.

Das Blatt des dunklen Herzens // Karolyn Ciseau

Autor|in: Karolyn Ciseau
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 978-1-983-10856-3
ca. 410 Seiten
Preis: 13,90 € (Taschenbuch)

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Um was geht´s?

Alle fünfzig Jahre schicken die vier mächtigsten Fürstenhäuser ihre männlichen Erstgeborenen in den Kampf um den Thron von Tenebris. Auch Feyes Zwillingsbruder, der Elfenprinz Kjell, sollte im Spiel der vier Farben antreten. Doch er nimmt sich kurz vor Beginn das Leben. Sein letzter Wille ist, dass Feye an seiner Stelle am Spiel teilnimmt. Feye beugt sich seinem Wunsch; ein Schritt, den sie schon bald bereut. Nicht nur weil im Spiel tödliche Wesen lauern und sie gefährliche Prüfungen bestehen muss, sondern auch, weil es immer schwieriger wird, ihre wahre Identität zu verschleiern. Als einer ihrer Konkurrenten – der attraktive Dunkelmagier Ares – Feyes Geheimnis aufdeckt, beginnt ein Kampf, in dem nichts ist, wie es scheint. Und in dem Feyes Gefühle auf eine harte Probe gestellt werden.

Wie fand ich es?

Ich betrat die Geschichte und das Spiel gemeinsam mit Feye, einer Elfe mit dem Blatt des Herzens. Bereits nach wenigen Seiten war ich voll und ganz gebannt, von einer Welt aus Magie und den Farben der Karten – Pik, Karo, Herz & Kreuz. Meine Neugierde auf das Spiel wuchs mit jeder gelesenen Zeile, denn selbst die Protagonistin wusste nicht, was auf sie zukommen würde.

Aufgaben, die du dir in deinen dunkelsten Alpträumen nicht ausmalen kannst? Nachdem Spiel ist nichts mehr, wie zuvor? Gefahren und Wesen, die dir den Verstand rauben? Sämtliche Erzählungen der Charaktere heizten die Erwartungen und die Spannung nur weiter an. Meine Gedanken drehten sich im Kreis. Was, um Himmelswillen, hatte es nur mit diesem Spiel auf sich?

„Das Spiel der vier Farben galt als grausam, tückisch und gefährlich. Es war so alt wie die Geschichte unseres Landes.“

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 267.

Ich lernte Feye als starke Frau kennen, die mit allen Mitteln versucht, den Willen ihres verstorbenem Bruders gerecht zu werden und sich dabei von der Trauer, um ihn, nicht überrumpeln zu lassen.

»Du wirst antreten, Feye, du wirst schon sehen. Du hast oft deine schützende Hand über mich gehalten, jetzt ist es an der Zeit, dass ich dich beschütze.«

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 82.

Sie wirkt taff und stark, doch mit der Zeit bricht diese Fassade in sich zusammen. Ab dem Zusammentreffen mit Ares erschien mir Feye zickig und schwach. Auf einmal benötigte sie für alles Hilfe, was sie vorher so gut allein hinbekommen hatte. Aber sie wächst an ihren Aufgaben. Mutig stellt sie sich ihren Ängsten und Gefühlen, und so schaffte sie es, mich im Verlauf der Story wirklich zu beeindrucken.

Ares hingegen umhüllte sich lange Zeit mit einer dunklen Aura. Ich fragte mich, was er wohl im Schilde führte und wieso er Dinge wusste, die er hätte gar nicht wissen dürfen. Düster und geheimnisvoll, genauso, wie man sich einen Dunkelmagier vorstellt. Und während Feye mit der Geschichte wuchs, so bröckelte die Macht des Magiers Stück für Stück in sich zusammen. Es war ein interessanter Kontrast, dessen Entwicklung ich mit Spannung verfolgt habe.

»'[…] ich habe dich dort drinnen kämpfen sehen. Und, bei allen Ahnen, ich will nicht derjenige sein, der sich mit dir anlegt. Du bist kein Lamm, du bist ein Wolf.’«

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 1640.

Soweit so gut. Über das Spiel möchte ich gar nicht viel verraten. Was dahinter steckt, müsst ihr schon selbst herausfinden. Aber ich sag euch, macht euch gefasst auf eine Story, in der ihr euch auf nichts verlassen könnt. Ihr glaubt zu wissen, wer der Böse ist? Ihr denkt, das Ende steht euch bereits klar vor Augen?

Vergesst es! Nichts konnte mich auf dieses Ende vorbereiten. Alles woran ich geglaubt hatte, verlor seine Bedeutung und ich schloss die Geschichte mit dem Gefühl, dass bis Winter 2018/19 eine verdammt lange Zeit ist, die ich kaum abzuwarten vermag.

Fazit?

Was für ein Buch. Nicht nur das Setting war wirklich cool, auch das Spiel überraschte mich. Gemeinsam mit Feye stellte ich mich den Gefahren und entdeckte dabei Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären. Karolyn Ciseau hat einen fesselnden Schreibstil, der mich keine Sekunde in Langeweile tauchte. Eine spannende und düstere Geschichte, in der alles woran ich geglaubt hatte, zerschlagen wurde. Das Ende setzte noch die Kirsche auf das Sahnehäubchen und lässt mich mit großen Erwartungen auf die Fortsetzung zurück.

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10 Gedanken zu “Rezension | Das Blatt des dunklen Herzens von Karolyn Ciseau*

  1. Liebe Ella,

    jetzt hast du mir richtig Lust auf das Buch gemacht und bin froh, dass es als eBook bereits einziehen durfte. :) Ich denke im Juli könnte es direkt auf die Leseliste wandern!
    Haha, „Spuren von Werbung“ schreibe ich auch immer in meine ReziEx-Beiträge. :D Einfach knallhart „Werbung“ zu schreiben, finde ich immer ein bisschen doof…

    Liebst,
    Rika ♥

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Rika,

      freut mich, wenn ich dich ein wenige anstecken konnte. ^^
      Ja, na ja, ich finde es so auch ein wenig auflockernd. Ob das jetzt allerdings so rechtskonform ist, steht wieder auf einem anderen Blatt… :-/

      Liebe Grüße
      Ella <3

      Gefällt mir

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