Rezension | Lucrum von Anika Ackermann

Über Lucrum von Anika Ackermann bin ich bereits öfters gestolpert, insbesondere bei Facebook. Keine Ahnung, warum ich es nicht eher gelesen habe, dabei hat mich das Cover schon immer angesprochen. Zu meiner Schande muss ich auch gestehen, dass es bereits mega lange auf meinem eReader herumdümpelte. Wirklich ein Fehler, wie ich jetzt sagen muss.

Lucrum // Anika Ackermann

Autorin: Anika Ackermann
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 978-3743195271
ca. 376 Seiten
Preis: 13,95 € (Taschenbuch)

Verlag|Thalia|Amazon

Um was geht´s?

Was bleibt, wenn sich alles verändert? Wenn Du Dich veränderst?
London, 2050: Die Feuer des Dritten Weltkriegs sind noch nicht erloschen, als sich der Kampf um die Vorherrschaft der Stadt zwischen Schattenbrüdern und Lichtrittern zuspitzt. Die siebzehnjährige Emma kämpft gemeinsam mit den Schattenbrüdern gegen die Loge des Lichts, bis ihr bester Freund Liam plötzlich verschwindet und sie die Bruderschaft dahinter vermutet.

Gemeinsam mit dem vorlauten Formwandler Timotheus und dem schönen, aber streitlustigen Lichtritter Noah versucht sie, die Wahrheit herauszufinden – und gerät in einen jahrhundertealten Konflikt.

Wie fand ich es?

Ich fand es sehr erfrischend, mal nicht auf der Seite der Guten zu stehen. Emma gehört nämlich zu den Schattenbrüdern und ist alles andere als nett und freundlich, zumindest scheint es so. Der Beginn von Lucrum ist sehr beschreibend. Beinahe philosophisch erzählt uns Anika Ackermann von ihrer Welt, die nach dem Dritten Weltkrieg alles andere als schön ist. Die Sonne ist nur ein Hirngespinst, so sagen die Leute, genauso wie der blaue Himmel. Wirklich gruselig, aber unter der aktuellen politischen Lage … Wer weiß denn schon, wie es nach einem Krieg aussehen wird?

Nachdem ich Emma und Liam begegnet bin, dachte ich erst, die beiden sind ein Paar oder werden eines, denn ich habe das Buch gelesen ohne den Klappentext in Erinnerung zu haben. Ich lag natürlich völlig daneben, denn Liam entpuppt sich als bester Freund, den Emma, nach dessen Entführung, beginnt zu suchen.

„Sie fühlte sich, als müsste sie ersticken, als hätten sich Eisenketten um ihre Brust geschlungen, die sie am Atmen hindern wollten.“

Lucrum, Pos. 4345.

Emma ist ein starker Charakter. Mutig, emanzipiert, eigensinnig und ziemlich bissig. Vor allem, weil sie davon überzeugt ist perfekt zu sein, besonders im Bereich ihrer Kampffähigkeiten. Sie ist absolut loyal gegenüber den Schattenbrüdern und nur langsam beginnt ihre Meinung zu bröckeln. Ich persönlich fand, das die Autorin diesen Punkt sehr überzeugend rüber gebracht hat. Denn wer von Beginn an so gedrillt wird, der erlebt keinesfalls von heute auf morgen plötzlich einen Sinneswandel. Gerade in dieser Hinsicht hat es mir wirklich Spaß gemacht Emmas Entwicklung zu verfolgen.

Auch passend zu ihrem Charakter war die Liebe im Buch gestaltet. Wegen ihrer Engstirnigkeit verleugnet sie ihre Gefühle sehr lange, rastet dafür aber regelmäßig aus. Ein schöner Kontrast, der mal wieder zeigt, dass es nichts bringt, seine Emotionen zu unterdrücken. Hier sorgten auch die Zankereien zwischen Noah und Emma bei mir immer wieder für ein amüsiertes Grinsen.

„‚Woher wusstest du, wo wir sind?‘ […] ‚Ich hab einfach nach dem schmutzigsten und unmöglichsten Versteck gesucht‘, knurrte Noah.“

Lucrum, Pos. 3122.

Timotheus war allerdings mein Liebling in der Geschichte. Irgendwie stolperte er mehr oder weniger ungewollt in die Story. Ja, zu Beginn wirkte es gar so, als würde er sich ungefragt aufdrängen, aber mit der Zeit wuchs er mir und allen anderen echt ans Herz.

Es gab jedoch auch Punkte, die mir nicht so zugesagt haben, u. a. die Auflösung, also der Hintergrund der Geschichte. Die Idee hat mir persönlich nicht gefallen. Sie wirkte auf mich sehr schwammig und ich bin gespannt, ob dazu in Band zwei mehr Informationen kommen. Auch die Absichten der „bösen“ Seite erschienen für mich nicht rund. Keine Ahnung, aber wenn alle tot sind, wen will man dann bitte regieren?

Fazit?

Lucrum konnte mich mit einer coolen Anti-Heldin, sowie einer beeindruckenden aber auch erschreckenden Welt begeistern. Anika Ackermanns Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und entführte mich in ein wahrhaft düsteres London. Besonders Timothy der Formwandler hat es mir angetan. Kleinere Kritikpunkte gab es hinsichtlich den aktuell dargelegten Hintergründen der Geschichte. Aber diesbezüglich hoffe ich sehr auf Band zwei und nähere Erläuterungen dazu. Zumal am Ende von Band eins, einfach mal eine ganz wichtige Frage offen bleibt.
#BookRoadTrip

Was sagen andere zum Buch?

„Den Schreibstil fand ich angenehm locker. Die gelungene Beschreibungen der düsteren Orte und Gegebenheiten zogen mich in ihren Bann. Auch konnte die Spannung im Buch gut gehalten werden, insbesondere am Ende hoffte, bangte und fieberte ich völlig mit.“, Nicci von Trallafittibooks.

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„Lucrum ist ein toller Auftakt für die Sonne-Mond-Saga. Die Welt, welche die Autorin erschaffen hat, ist einzigartig und wie ich finde, mal etwas ganz Neues.“, Kim von We lived a thousand lifes.

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„Lucrum hat meiner Meinung nach alles war ein großartiges Buch haben muss: eine mehr als überzeugende Grundidee, eine wunderbare starke Protagonistin, die für ihre Überzeugung kämpft, Spannung bis zur letzten Seite; das Cover sowie der Schreibstil sind nur die i-Tüpfelchen dazu.“, Ümi von Umivankebookie.

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