Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben #1

Unfassbar! Soll das wirklich schon ein Jahr her sein?

Sieht ganz so aus. Vor genau einem Jahr habe ich mein verstaubtes Manuskript aus den Tiefen der Festplatte gekramt und gedacht: „Da ist ja das gute Stück.“ Von gut konnte damals nicht mal annähernd die Rede sein und ob es jetzt um so vieles besser ist, kann ich Euch auch nicht sagen. Aber ein was ist sicher, ich und mein kleines Manuskript haben uns definitiv weiterentwickelt. Der Juni ist für mich sozusagen ein:

„Jubiläums-Monat“

In einen Jahr haben wir beide unglaublich viel erlebt, liebe Menschen getroffen und natürlich eine Unmenge dazu gelernt. Und genau an diesen Erfahrungen oder auch Fehlern möchten wir Euch gern teilhaben lassen. Denn mein Manuskript und ich sind der Meinung, dass man aus Fehlern nur lernen kann. Und, wer weiß, vielleicht hilft Euch das ein oder andere sogar weiter.

Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben:

1. Schreibe nicht total planlos.

In unzähligen Blogs und Schreibratgebern steht es und nun steht es auch hier, auf meiner Website.

„Mache dir Gedanken, über was du schreiben willst!“

Ja, das ist wichtig! Wenn du Leute dazu animieren möchtest, deine Texte zu lesen, sollten sie auch einen gewissen Mehrwert bieten. Sie sollten interessant oder zumindest gut geschrieben sein, denn nur dann kommen die Leser wieder.

Ist das leicht?

Nein, ist es nicht!

Es nimmt Zeit in Anspruch, die Gedanken fliegen zu lassen und sich zu zwingen bringt dabei leider überhaupt nichts. (Glaubt mir, ich habe es versucht und mein Manuskript hat sich vehement dagegen gewehrt und nur Unsinn fabriziert.)

Learn to think about your Story

Bild: Pinterest – Conniewonnie.com

Der Spaß am Schreiben und Lesen brachte mir schließlich die Einfälle von ganz allein. Jedoch nahm ich dabei mindestens 1.000 Umwege, bis ich am Ziel ankam. Ich wollte es gut machen und versuchte das mehr oder weniger von Anfang an zu berücksichtigen. Allerdings überzeugte mich meine erste Testleserin ganz schnell vom Gegenteil. Auf beinahe jeder Seite stellte sie Fragen, über die ich mir vorher so gar keinen Kopf gemacht hatte. Ich war wirklich total planlos an die Sache heran getreten.

Aber was, wenn dir mal nichts einfällt?

Die nötige Inspiration und das Wissen für mein Manuskript holte, und hole ich mir noch heute, von anderen Autoren und Bloggern. Es gibt so viele großartige Blogs, wo ich manchmal stundenlang versacke und ganz vergesse, das ich selbst noch zu schreiben habe. Aber es hilft mir und es macht Spaß.

Deswegen möchte ich euch meine Lieblingsstöberecken nicht vorenthalten. Schaut doch einfach mal vorbei und seht euch um.

Wissens- und Schreibblogs:

Lese- und Bücherblogs:

Es gibt immer neues zu entdecken und ihr solltet Euch niemals davor scheuen, dazu zu lernen.

Zurück zur eigentlichen Kernaussage…

Bei – Schreibe nicht total planlos. – habe ich das „total“ deshalb unterstrichen, weil es immer den ein oder anderen Aspekt geben wird, den du nicht bedacht oder berücksichtigt haben wirst. EGAL, wie detailliert du vorher alles durchdacht hast. Und das ist vollkommen okay!

Wie gesagt, ich habe es versucht und trotzdem stand ich manchmal planlos vor meinem  Manuskript und wir haben uns gegenseitig ratlos angesehen, obwohl der Plan neben mir lag. Dann wurde es so still, das ich sogar die Grillen im Hinterhof hören konnte.

Bei mir selbst kommt meist nur eine sehr grobe Planung zustande. Heißt, ich kenne den Anfang und das Ende einer Szene. Ich weiß sozusagen, wo ich hin möchte. Anschließend entwickelt sich ein feineres Bild, was ich letztendlich aber nur zu 40-50% umsetze. Manchmal aber auch total umwerfe, weil mein Manuskript mal wieder kein Bock hatte. Pläne sind gut. Sie helfen uns den Faden nicht zu verlieren. Aber manchmal sind sie einfach dafür da, um unbeachtet zu bleiben. Die “totale“ Planung kann einen einengen und unter Zwang, wie gesagt, funktioniert bei mir sowieso nichts.

Was ich damit sagen will ist, du kannst nicht alles an deinem Text planen. Es ist auch okay, einen gewissen Teil planlos zu schreiben. Das kann vieles vereinfachen und fördert deine Kreativität und Fantasie. Aber die Grundidee, der Hintergrund bzw. der Hauptgedanke deines Textes sollte feststehen. Und den solltest du auch niemals aus den Augen verlieren! Denn sonst wird es wirklich total planlos und das merken die Testleser ganz schnell. Zumal die Motivation an deinem Manuskript weiter zu schreiben irgendwann im Boden versinkt, weil du das Gefühl hast, nicht voran zu kommen bzw. festzustecken.

Wie seht ihr das? Seit ihr die totalen Planer oder eher nicht? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

Eure Ella ❤

7 Gedanken zu “Ein paar Dinge, die ich und mein Manuskript in einem Jahr gelernt haben #1

  1. „Pläne sind gut. Sie helfen uns den Faden nicht zu verlieren. Aber manchmal sind sie einfach dafür da, um unbeachtet zu bleiben.“ Das bringt es auf den Punkt! Ich plane ja gerade sehr detailliert, mal sehen, wie das dann nächstes Jahr klappt mit dem Schreiben ^^‘

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  2. Verstehe dich ganz – meine „Planung“ geht am besten, wenn ich nur wenig plane. Das meiste kommt von selbst (Anfang u Ende der Geschichte kenne ich). Bzw. je mehr ich planen versuche, umso weniger komme ich voran. :/

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    • Ja, das passiert mir auch. Ich verstricke mich dann manchmal in Details die für den Verlauf gar nicht nötig sind oder mir fällt auf Druck nichts passendes ein. Manchmal muss man es eben einfach fließen lassen. 😉

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