Spielball der Götter v. Margit Hähner

Ich gebe ehrlich zu, dieses Buch lässt mich ziemlich gespalten zurück, denn ich weiß nicht recht, ob es mir nun gefallen hat oder nicht. Wer meinen Beitrag Bücherzirkus-Beute #1 gelesen hat, weiß, dass ich mich eigentlich auf dieses Buch gefreut hatte.

Bild: GMEINER Verlag

Aber jetzt, nachdem es ausgelesen in meinem neu gebauten Regal steht, bin ich unsicher, wie ich das Buch bewerten soll.

Erstmal etwas zum Inhalt …

Was geschieht, wenn sich eine gelangweilte griechische Göttin in das Leben und Lieben einer frustrierten Singlefrau einmischt? Lena, Ende 30 und Leserbriefredakteurin bei einer großen Kölner Zeitung, ist davon alles andere als begeistert. Doch sich gegen eine Göttin zur Wehr zu setzen, die ihr zu Liebesglück verhelfen will, entpuppt sich als Ding der Unmöglichkeit. Vor allem, wenn sich diese auch noch mit der besten Freundin verbündet. Richtig turbulent wird Lenas Leben, als auch noch andere göttliche Herrschaften auf den Plan treten …

Der Versuch eine Meinung zu verfassen …

Tja, ich finde immer noch, der Klappentext klingt nach einem lustigen und spritzigen Liebesroman. Ich habe ihn mir peppig und mit vielen witzigen Momenten vorgestellt, in denen ich aus dem Lachen nicht mehr herauskomme. Diese Vorstellung wurde leider nicht erfüllt. Dennoch kann ich nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Doch richtig vom Hocker gerissen hat es mich auch nicht. Am besten ich fange einfach mal bei den negativen Aspekten an. Die soll man ja eh immer zuerst benennen.

Was mich zu Beginn und bis zur Hälfte des Romans wohl am meisten gestört hat, war diese Negativität. Der Klappentext verspricht für mich Spaß, aber die Protagonisten zieht einen mit in ein tiefes, schwarzes Loch. Sie kommt aus ihrem negativen Haus, gar nicht mehr raus. (Ha! Das reimt sich.) Es fing sogar an, mich regelrecht zu nerven. Sie wiederholte sich immer wieder, die Story stagnierte und die griechische Göttin kam mir in diesem Teil des Buches definitiv viel zu kurz.

Spielball der Götter v. Margit Hähner

Foto: Elle Woodwater/Buch: Spielball der Götter v. Margit Hähner

Ein weiterer Punkt, der mir seltsam vorkam, war dieser mysteriöse Traum den Lena erlebte. Die ganze Szene wirkte für mich, wie nachträglich reingebastelt, weil die Autorin etwas brauchte, um Lena und ihre Freundin Marika auf das Thema »Griechische Götter« zu lenken. Ich habe keine Ahnung, was Margit Hähner sich da gedacht hat, aber das Ganze erschien mir überhaupt nicht rund. Dieser Traum wurde auch nicht näher erklärt. Woher er kam? Oder, wieso sie ihn hatte? Nichts.

Okay, Träume sind willkürlich, das sehe ich ein. Aber das war hier nicht der Fall. Zumindest nicht, wenn ich Sätze lese wie:

»Dieser Traum war kein normaler Traum.«

»Es war eigentlich gar nicht wie ein Traum, er war so wirklich.«

Solche Textpassagen wecken in mir den Verdacht, das da etwas im Busche liegt und ich erwarte früher oder später eine Erklärung, von mir aus auch nur eine Vermutung. Aber wenigstens irgendeinen Hinweis. Den gab es jedoch nicht und deshalb wirkte es auf mich, wie ein Einschub, der benötigt wurde. Zumal er inhaltlich völlig aus der Spur lief, wie ich finde.

Irgendwie schade. Ich denke, der Autorin wäre sicher auch etwas anderes eingefallen, um das Götter-Thema zur Sprache zu bringen.

Wesentlich positiver fiel mir die zweite Hälfte des Romanes auf. Da nahm das Buch um einiges mehr Fahrt auf. Es kam richtig Schwung in die Geschichte und es wurde zum Schluss sogar ziemlich spannend. Das hat für mich vieles gerettet, hinterließ jedoch eine zwiespaltige Meinung.

Würde ich den Roman empfehlen?

Ich denke eher nicht. Denn ich muss eindeutig sagen, dass ich als Leser etwas anderes erwartet hatte. Der Klappentext gibt mir einfach eine andere Vorstellung von dem, was das Buch in Wirklichkeit bietet.

Vielleicht hat es jemand von Euch bereits gelesen? Wie fandet Ihr es?

Eure Ella ❤

4 Gedanken zu “Spielball der Götter v. Margit Hähner

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