Travel-Guide Mallorca: 5 Spots, die ihr auf der Insel nicht verpassen solltet

Es war endlich soweit. Der lang ersehnte Urlaub stand vor der Tür und Leute, ich sag euch – Mallorca ist ein Traum. Ich hatte vor dem Reiseantritt ein paar Vorurteile gegenüber der Insel, das gebe ich zu. Im Fernsehen, gerade in der Sommerzeit, wird immer wieder von Mallorca berichtet. Das Bild was sich mir im Kopf festgesetzt hat, war ziemlich eindeutig. Nackte, betrunkene und rumpöbelnde Menschen an einem völlig überfüllten Strand. Oh je, dachte ich. Und da wollen wir Urlaub machen?

Aber all das waren völlig falsche Vorstellungen. Der Ballermann nimmt nur einen kleinen, beinahe unbedeutenden Teil von Mallorca ein und um den könnt ihr einen großen Bogen machen, wenn ihr das wollt. Der Rest der Balearen-Insel ist wunderschön und absolut sehenswert. Deshalb möchte ich euch die 5 schönsten Ecken, die wir in unserer Reise entdeckt haben, nicht vorenthalten.

La Trapa: Schweißtreibender Aufstieg mit phänomenaler Aussicht

Vielleicht steigen jetzt schon einige aus, wenn sie das Wort „schweißtreibend“ lesen, aber ich rate euch, das zu ignorieren und der Wanderung eine Chance zu geben. Vor allem, wenn ihr fernab der typischen Touristenrouten unterwegs sein wollt. Hier findet ihr definitiv Ruhe und Erholung und einen einmaligen Einblick in die Natur der Insel.

La Trapa bezeichnet die Ruine eines abgelegenen Trappistenklosters. Das ehemalige Klostergelände befindet sich im abgelegenen Tal Val de Sant Joseph zwischen den Orten Sant Elm und Estellencs im äußersten Südwesten des Gebirges Serra de Tramuntana. Es ist ein steiler Anstieg, der aber auch von Untrainierten gemeistert werden kann. (Siehe mich – Haha!) Plant auf jeden Fall genug Zeit, Wasser, Sonnencreme und ein paar gute Turnschuhe ein. Wir haben für die Wanderung 4h benötigt, inklusive mehrerer Pausen beim Aufstieg und einer längeren Pause am Ziel. Diese sind auch nötig, nicht nur um durchzuatmen und zu trinken, sondern um die phänomenale Aussicht zu genießen, die sich mit jedem weiteren geschafften Höhenmeter bietet.

Das Kloster an sich bot mir hingegen nicht unbedingt etwas Besonderes. Irgendwann hat ein Naturschutzverein angefangen, die Ruinen zu sanieren. Aber leider sind sie mitten in den Arbeiten abgebrochen worden, so schien es zumindest. Die Gegend ist jedoch extrem abgelegen und nur schwer zu erreichen. Weder Autos noch Schiffe haben einen direkten Zugang zu diesem Ort. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb die Restauration nicht fortgesetzt wird bzw. nur schleppend voran geht.

Canyon de la Calobra: Eine Fahrt für Mutige

Auf der Suche nach Strand und tollen Aussichten entschieden wir uns dem vorhandenem Reiseführer in unserer Ferienwohnung zu vertrauen und uns den Canyon de La Calobra anzuschauen. Tatsächlich war für mich aber nicht der Zielort das Highlight des Ausfluges, sondern die Fahrt dorthin. In unserem kleinen Fiat 500 fuhren wir die Serpentinen steil hinauf, um sie anschließend wieder nicht minder abschüssig bergab zu fahren. Die Spuren auf der Straße zeigten deutlich, dass auf diesem Weg schon mehr als ein Auto aufgesessen hat. Die Fahrt ist definitiv nichts für unsicher Mägen aber meiner Meinung nach absolut sehenswert. Vor allem der Ausblick am Gipfel konnte uns völlig in seinen Bann schlagen.

Das Wasser, welches bei uns in einem schmalen Fluss durch den Canyon floss war glasklar und eiskalt. Wir sind dem Tal ein Stück ins Landesinnere gefolgt. Es gab uns den Blick auf Felswände und Tropfsteinhöhlen frei und wir konnte auch die Kletterkünste einer besonders abenteuerlustigen Bergziege beobachten.

Calla Bella Donna: Strandoase abseits der Massen

Auf der Suche nach dem perfekten Strand, um die Seele baumeln zu lassen, durchforsteten wir unseren Mallorca-Ratgeber und das Internet. Schlussendlich wurden wir auf diesen Mini-Strand aufmerksam. Und wenn ich mini sage, dann meine ich mini. Nicht mehr als 20 bis 30 Personen finden an diesem kleinen Flecken Erde Platz.

Dafür begeistert er aber mit ruhigen, klarem Wasser und wenig Bootsverkehr, obwohl er in der Nähe von La Palma liegt. Die einzige Sache, die vielleicht den ein oder anderen stören könnte ist, dass der Strand gern als FKK Strand genutzt wird. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten, dort ein paar super entspannte Stunden zu verbringen.

La Fontana: Eine Pealla zum Niederknien

Bei diesem Ausflug direkt zu Beginn 2 Tipps:

  1. Es lohnt sich, eine Reservierung in dem kleinen Restaurant vorzunehmen.
  2. Lasst euch nicht von den Reisebussen auf dem Parkplatz abschrecken.

La Fontana ist eine Halbinsel im Norden von Mallorca und liegt zwischen Deia und Valldemossa. Nachdem wir das Auto geparkt hatten, durften wir keine 5 Minuten Fußweg davon entfernt die erste grandiose Aussicht auf die Halbinsel La Fontana genießen. Ich liebe solche Ausblicke. Als Stadtkind bekomme ich das Meer nicht allzu oft zu sehen, weshalb ich mich im Urlaub immer kaum daran sattsehen kann.

Halbinsel La Fontana

Der Nachteil dieses Ausblicks – Touristenmassen. Deshalb haben wir uns ganz schnell auf den Weg nach unten begeben. Für Interessierte gibt es hier auch noch ein Museum in dem Gutshaus, was wir aber nicht besucht haben. Stattdessen folgten wir dem Pfad, der uns über eine Absperrung direkt durch einen Olivenhain führte. Hier begrüßten uns gleich mehrere Esel, die aber außer neugierigen Blicken total lieb waren.

Der Abstieg dauerte ungefähr nicht mal 1h, dann erreichten wir unser Ziel. Gerade zur Mittagszeit ist der Andrang für das kleine Lokal an der Steilküste kaum zu bewältigen. Denn nicht nur die Laufkundschaft, sondern auch Gäste vom Meer drängen zu dem kleinen Ort, um die Aussicht und das Essen zu genießen.

Deshalb unbedingt Tipp Nr. 1 berücksichtigen. Wir hatten Glück, da wir bereits gegen 11 Uhr am Restaurant eintrafen, bekamen wir auch ohne Reservierung einen Platz. Ein weiterer Pluspunkt war da auch, dass wir nur zu zweit unterwegs waren.

Platja des Coll Baix: Ein Ausflug für kleine Abenteurer

Platja des Coll Baix empfohlen. Der 220 Meter lange und 50 Meter breite Kieselstrand liegt in einem Naturschutzgebiet an Mallorcas Nordküste, im Nordosten der Gemeinde Alcúdia nahe dem Cap de Menorca auf der Halbinsel Victòria.

Den Strand Platja des Coll Baix fanden wir via Zufall über googel. Mein Freund stöberte nach neuen Ausflugszielen und Sehenswürdigkeit, bei denen sich die Touristenmassen in Grenzen halten. Dabei entdeckte er den 220 Meter langen und 50 Meter breiten Kieselstrand. Aufmerksam wurden wir vor allem durch die vielen Rezensionen, die alle das Wort »abenteuerlich« enthielten. Mmh, nun, das macht neugierig, oder? Das fanden wir auch, also los, dachten wir. Der Strand liegt mitten in einem Naturschutzgebiet an Mallorcas Nordküste, im Nordosten der Gemeinde Alcúdia nahe dem Cap de Menorca auf der Halbinsel Victòria. Wir parkten unser Auto so weit wie möglich hinten ab.

Tipp Nr. 1: Ihr könnt mit dem Auto wirklich ein gutes Stück heranfahren. Lasst euch nicht durch andere parkende Fahrzeug irritieren. Ganz zum Schluss gibt es nochmal einen Parkplatz, ab dem es dann wirklich nur noch zu Fuß weitergeht.

Wir liefen durch einen schattigen Pinienwald immer weiter bergab, bis auf der linken Seite, das erste Mal die Bucht in Sichtweite kam. Dann waren wir aber noch lange nicht da, denn der Abstieg zog sich länger als erwartet.

Tipp Nr. 2: Fahrt nicht zu spät an den Strand. Sowohl der Abstieg, als auch der Aufstieg dauert seine Zeit. Das sollte man nicht unterschätzen, vor allem im Hinblick auf die Dunkelheit, denn der Weg ist im dunkeln sicher nicht so angenehm.

Als wir uns endlich dem Wasser näherten, wurde uns auch bewusst, was die Besucher des Strandes mit »abenteuerlich« meinten. Die letzten Meter legten wir kletternd über große Felsen zurück. Aber keine Sorge, ich habe sogar einige Damen beobachtet, die das alles in Flip Flops bewältigt haben. Wahnsinn! Der Strand an sich war super. Nur die Wellen waren nicht ohne.

Tipp Nr. 3: Nichts für kleine Kinder!! Direkt nachdem Strand ging das Ufer steil abwärts, sodass sich die Wellen am Strand mit ungeheurer Wucht brachen. Was für Erwachsene vielleicht ein Spaß ist, kann für Kinder lebensgefährlich sein.

Das waren meine Tipps für Mallorca und solltet ihr einmal dorthin reisen wollen, dann wünsche ich euch ganz viel Spaß.


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